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Alan Jones ist tot: Williams' erster Weltmeister

Der Weltmeister von 1980 starb drei Tage nach seinem 80. Geburtstag nach kurzer Krankheit. Australiens zweiter Formel-1-Champion gewann zwölf Grands Prix.

GPStats Racing Redaktion · Veröffentlicht: · 3 Min. Lesezeit

Karikaturartige Illustration des weiß-grünen Williams FW07B mit der Startnummer 27, Alan Jones' Weltmeisterauto

Drei Tage nach seinem 80. Geburtstag ist Alan Jones am 5. November gestorben. Der Formel-1-Weltmeister von 1980 erlag nach Angaben seiner Frau Amanda Butler-Davis einer kurzen Krankheit, die Familie verbreitete die Nachricht über Motorsport Australia. Mit Jones verliert Williams seinen ersten Champion und Australien nach Jack Brabham seinen zweiten Weltmeister.

Vom Privat-Hesketh zum einzigen Shadow-Sieg

Seine Formel-1-Laufbahn begann beim Großen Preis von Spanien 1975 in einem privat eingesetzten Hesketh 308. Es folgten Stationen bei Graham Hills Embassy-Team und bei Surtees, ehe ihn 1977 Shadow verpflichtete.

Beim Großen Preis von Österreich gewann er dort sein erstes Rennen. Für das Team blieb es ein Einzelstück: Shadow feierte weder davor noch danach einen weiteren Grand-Prix-Sieg.

Der erste Titel für Williams

1978 wechselte der Melbourner zu Williams und wuchs mit dem jungen Rennstall. In der zweiten Hälfte der Saison 1979 holte er aus fünf aufeinanderfolgenden Rennen vier Siege (Deutschland, Österreich, Niederlande, Kanada) und wurde Gesamtdritter.

Die Saison 1980 gehörte dann ihm. Mit dem FW07B siegte Jones in Argentinien, Frankreich, Großbritannien, Kanada und den USA, fuhr in 14 Rennen zehnmal aufs Podium und machte den Titel beim vorletzten Lauf in Montreal perfekt. Auch die Konstrukteurswertung ging an Williams, als erste von inzwischen neun.

Gegen Teamkollege Carlos Reutemann kam er in zwei gemeinsamen Jahren 17-mal vor ihm ins Ziel, der Argentinier zwölfmal. Bei den Siegen stand es 7:3 für Jones. Mit elf Erfolgen für Williams teilt er sich bis heute Rang drei der teaminternen Bestenliste.

Die meisten Grand-Prix-Siege für Williams
FahrerSiege
Nigel Mansell28
Damon Hill21
Alan Jones11
Jacques Villeneuve11
Alain Prost7
Nelson Piquet7

Maßstab für Australien

Seinen letzten Sieg feierte Jones 1981 beim Großen Preis von Caesars Palace. Spätere Comebacks, 1983 für ein Rennen bei Arrows sowie 1985 und 1986 beim US-Team Haas, brachten keine Podestplätze mehr.

Unterm Strich stehen 12 Siege, 24 Podien, 6 Pole-Positions und 13 schnellste Runden. Unter den Australiern hat nur Brabham mehr Grands Prix gewonnen. Mark Webber, Oscar Piastri und Daniel Ricciardo standen zwar häufiger auf dem Podest, an seine Siegzahl kam aber keiner heran.

AUSTRALIENS SIEGFAHRER Die meisten GP-Siege australischer Fahrer Grand-Prix-Siege ohne Sprints, 1950–2026 Jack Brabham: 14, 31 PodienJack Brabham 14 31 Podien Alan Jones: 12, 24 PodienAlan Jones 12 24 Podien Mark Webber: 9, 42 PodienMark Webber 9 42 Podien Oscar Piastri: 9, 28 PodienOscar Piastri 9 28 Podien Daniel Ricciardo: 8, 32 PodienDaniel Ricciardo 8 32 Podien gpstats.racing Quelle: GPStats-Datenbank, 7. November 2026 AUSTRALIENS SIEGFAHRER Die meisten GP-Siege australischer Fahrer Grand-Prix-Siege ohne Sprints, 1950–2026 Jack Brabham: 14, 31 PodienJack Brabham 14 31 Podien Alan Jones: 12, 24 PodienAlan Jones 12 24 Podien Mark Webber: 9, 42 PodienMark Webber 9 42 Podien Oscar Piastri: 9, 28 PodienOscar Piastri 9 28 Podien Daniel Ricciardo: 8, 32 PodienDaniel Ricciardo 8 32 Podien Quelle: GPStats-Datenbank, 7. November 2026
Die meisten GP-Siege australischer Fahrer — Grand-Prix-Siege ohne Sprints, 1950–2026
BezeichnungWertAnmerkung
Jack Brabham 14 31 Podien
Alan Jones 12 24 Podien
Mark Webber 9 42 Podien
Oscar Piastri 9 28 Podien
Daniel Ricciardo 8 32 Podien
Weltmeister wurden aus diesem Quintett nur Brabham und Jones.

Abschied aus dem Fahrerlager

Formel-1-Chef Stefano Domenicali würdigte Jones als einen der ganz Großen des Sports und als außergewöhnlichen Rennfahrer. Williams erinnerte daran, wie eng Jones mit Frank Williams und Patrick Head zusammenarbeitete und dem Team schon in dessen vierter Formel-1-Saison den Fahrertitel bescherte.

Sechs weitere Williams-Piloten sind seither Weltmeister geworden. Den Anfang aber machte ein kompromissloser Australier, der sich aus einem privaten Hesketh bis an die Spitze gekämpft hatte.

Häufige Fragen

Wann ist Alan Jones gestorben?

Alan Jones starb am 5. November 2026, drei Tage nach seinem 80. Geburtstag, nach kurzer Krankheit. Seine Frau Amanda Butler-Davis gab die Nachricht bekannt.

Wie viele Grands Prix hat Alan Jones gewonnen?

Insgesamt 12: elf mit Williams und einen 1977 mit Shadow. Dazu kommen 24 Podestplätze und 6 Pole-Positions.

Mit welchem Auto wurde Alan Jones Weltmeister?

Mit dem Williams FW07B mit Ford-Cosworth-Motor gewann er 1980 fünf Rennen und den Titel. Für Williams war es die erste Fahrer- und die erste Konstrukteursmeisterschaft.

Wie viele australische Formel-1-Weltmeister gibt es?

Zwei: Jack Brabham holte die Titel 1959, 1960 und 1966, Alan Jones wurde 1980 Weltmeister.

Infografik zur Karriere von Alan Jones: WM-Titel 1980, 12 Siege, 24 Podien, 6 Pole-Positions und 13 schnellste Runden

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