Carlos Sainz
SAI #55 Spain

Carlos Sainz

1. September 1994 · Madrid, Spain

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Rennen
244
Grand-Prix-Siege
4
Pole-Positionen
6
Podien
29
Punkte
1,344
DNF
44
Schnellste Runden
4
Beste Startposition
P1
Bestes Ergebnis
P1 (4×)

Saisonweise Aufschlüsselung

Saisonweise Aufschlüsselung — Carlos Sainz
Saison Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte WM-Platz Details
2026 williams 12 0 0 6 15
2025 williams 24 0 2 64 9
2024 ferrari 23 2 9 290 5
2023 ferrari 22 1 3 200 7
2022 ferrari 22 1 9 246 5
2021 ferrari 22 0 4 166 5
2020 mclaren 17 0 1 105 6
2019 mclaren 21 0 1 96 6
2018 renault 21 0 0 53 10
2017 alphatauri, renault 20 0 0 54 9
2016 alphatauri 21 0 0 46 12
2015 alphatauri 19 0 0 18 15

Karriere nach Team

Karriere nach Team — Carlos Sainz
Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte
ferrari 89 4 25 902
mclaren 38 0 2 201
alphatauri 56 0 0 112
williams 36 0 2 70
renault 25 0 0 59

Heimrennen

Ergebnisse bei Grands Prix im Heimatland des Fahrers (Spain).

Rennen
12
Grand-Prix-Siege
0
Podien
0
Heimrennen — Carlos Sainz
Saison Ergebnisse # Punkte
2026 Barcelona Grand Prix 12
2025 Spanish Grand Prix 14
2024 Spanish Grand Prix 6 8
2023 Spanish Grand Prix 5 10
2022 Spanish Grand Prix 4 12
2021 Spanish Grand Prix 7 6
2020 Spanish Grand Prix 6 8
2019 Spanish Grand Prix 8 4
2018 Spanish Grand Prix 7 6
2017 Spanish Grand Prix 7 6
2016 Spanish Grand Prix 6 8
2015 Spanish Grand Prix 9 2

Biographie

Carlos Sainz – Biografie, Karriere und Erfolge

Kurzprofil

Vollständiger NameCarlos Sainz Vázquez de Castro
Geburtsdatum1. September 1994
GeburtsortMadrid, Spanien
Nationalitätspanisch
Aktive Motorsportkarriereseit 2006 (Kart), seit 2010 (Formelfahrzeuge), aktuell noch aktiv

Wer ist Carlos Sainz?

Lange Zeit wurde Carlos Sainz vor allem im selben Atemzug wie sein Vater genannt, der zweifache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz sen. Inzwischen hat er sich aus eigener Kraft zu einem der erfahrensten Fahrer im Formel-1-Feld entwickelt. Bei fünf Teams – Toro Rosso, Renault, McLaren, Ferrari und Williams – hat er bewiesen, dass er als ausgeglichener, taktisch denkender Pilot auch in neuer Umgebung schnell Ergebnisse liefern kann.

Sein Weg dorthin war kein geradliniger Siegeszug. Er führte über die Kartbahnen, die Formula Renault und den Meistertitel in der Formula Renault 3.5 bis in die Formel 1, wo es Jahre dauerte, bis er bei einem Team landete, das seinem Können wirklich entsprach. Den Spitznamen "Chilli" bekam er wegen seines beharrlichen, nie aufgebenden Fahrstils verpasst – und diese Einstellung prägt seine Karriere bis heute.

Seit 2025 fährt Sainz für Williams, und im Sommer 2026 hat er sich – trotz einer schwierigen Saison des Teams – langfristig an den britischen Rennstall gebunden. Damit machte er klar, dass er auch das nächste Kapitel seiner Karriere dem Aufbau des Teams widmen will.

Die Anfänge

Familiär könnte der Motorsport-Hintergrund von Sainz kaum eindeutiger sein: Sein Vater, Carlos Sainz sen., gewann 1990 und 1992 die Rallye-Weltmeisterschaft und war in der frühen Phase der Karriere seines Sohnes auch als Mentor präsent. Der junge Sainz lernte die Grundlagen in Madrid an der Rennfahrerschule von María de Villota, bevor er 2006 mit dem Kartsport begann.

Seine junior Kart-Karriere nahm schnell Fahrt auf: 2008 gewann er die CIK-FIA-Asien-Ozeanien-KF3-Meisterschaft und wurde Zweiter in der spanischen Meisterschaft, 2009 sicherte er sich den renommierten Junior Monaco Kart Cup und wurde zugleich in der europäischen KF3-Meisterschaft Zweiter, knapp am Titel vorbei.

Juniorenkarriere

2010 wechselte er in Formelfahrzeuge: Für EuroInternational trat er in der Formula BMW Europe und der Formula BMW Pacific an und wurde in der Europameisterschaft mit 227 Punkten und einem Sieg in Silverstone Vierter.

2011 war seine erste wirklich starke Saison: Mit Koiranen gewann er die Formula Renault 2.0 NEC-Meisterschaft und wurde parallel dazu in der Eurocup Formula Renault 2.0 Zweiter hinter Robin Frijns. 2012 wechselte er mit Carlin in die British Formula 3, wo er mit vier Rennsiegen und neun Podestplätzen Sechster in der Meisterschaft wurde, während er in der Formula 3 Euro Series mit zwei Podestplätzen Neunter wurde.

2013 gab er sein GP3-Debüt bei Arden International – gleich in seiner ersten Saison wurde er Zehnter und holte beim zweiten Rennen in Valencia seinen ersten Podestplatz. Im selben Jahr trat er mit Arden auch in einem reduzierten Programm in der Formula Renault 3.5 an, ehe er 2014, nun bei DAMS, eine volle Saison bestritt und den Meistertitel der Serie gewann. Den Titel sicherte er sich mit sieben Rennsiegen, letztlich beim vorletzten Rennen der Saison, nachdem sein Landsmann und Rivale Roberto Merhi aus dem Titelkampf ausgeschieden war.

Der Weg in die Formel 1

Sainz war seit 2010 Mitglied des Red Bull Junior Teams, was ihm früh Einblicke in die Welt der Formel-1-Fahrzeuge verschaffte. Beim Junior-Fahrertest in Silverstone im Juli 2013 saß er bereits im Toro Rosso STR8 und im Red Bull RB9, Ende der Saison 2014 arbeitete er zudem mit dem Testfahrzeug Red Bull RB10.

Der Meistertitel in der Formula Renault 3.5 und die Testarbeit für Red Bull erwiesen sich zusammen als überzeugend genug, dass Scuderia Toro Rosso ihn für 2015 als Rennfahrer verpflichtete – direkt neben einem damals noch jüngeren, später zum Weltmeister aufgestiegenen Teamkollegen: Max Verstappen.

Formel-1-Karriere

Sainz debütierte 2015 in der Formel 1 bei Toro Rosso und verbrachte drei Saisons beim Team, ehe er im Sommer 2017 als Nachfolger von Jolyon Palmer zu Renault wechselte, wo er 2018 eine komplette Saison bestritt. 2019 unterschrieb er bei McLaren und trat damit in die Fußstapfen seines Kindheitsidols Fernando Alonso – hier holte er auch sein erstes Formel-1-Podium, beim Großen Preis von Brasilien.

2021 verpflichtete ihn Ferrari als Nachfolger von Sebastian Vettel, und diese Phase brachte die bislang erfolgreichsten Jahre seiner Karriere: 2022 holte er beim Großen Preis von Großbritannien seine erste Pole-Position und seinen ersten Rennsieg, 2023 gewann er in Singapur, 2024 dann sowohl in Australien als auch in Mexiko-Stadt. Während seiner Zeit bei Ferrari wurde er damit nach Alain Prost erst der zweite Fahrer, der sowohl mit Ferrari als auch mit McLaren und Williams aufs Podium fahren konnte.

Seit 2025 fährt Sainz für Williams an der Seite von Teamkollege Alexander Albon und stand bereits in seiner ersten Saison beim Team in Aserbaidschan und Katar auf dem Podium. Im August 2026 – obwohl das Team in dieser Saison an der Spitze des Feldes deutliche Schwierigkeiten hatte – unterschrieb er einen langfristigen Vertrag, der ihn mindestens bis 2027 und darüber hinaus bei Williams hält.

Wichtige Erfolge außerhalb der Formel 1

JahrSerie / RennenTeamErgebnis
2008CIK-FIA-Asien-Ozeanien-KF3-Meisterschaft (Kart)Meister
2009Junior Monaco Kart Cup (Kart)Sieger
2011Formula Renault 2.0 NECKoiranenMeister
2011Eurocup Formula Renault 2.0Koiranen2. Platz (hinter Robin Frijns)
2014Formula Renault 3.5 SeriesDAMSMeister

Karriere-Zeitleiste

  • 2006 – Beginn der Kartkarriere in Madrid
  • 2008 – Meistertitel in der Asien-Ozeanien-KF3-Meisterschaft im Kartsport
  • 2009 – Sieg beim Junior Monaco Kart Cup
  • 2011 – Meistertitel in der Formula Renault 2.0 NEC mit Koiranen
  • 2014 – Meistertitel in der Formula Renault 3.5 mit DAMS
  • 2015 – Formel-1-Debüt bei Toro Rosso als Teamkollege von Max Verstappen
  • 2017 – Wechsel zu Renault
  • 2019 – Wechsel zu McLaren, erstes Formel-1-Podium beim Großen Preis von Brasilien
  • 2021 – Wechsel zu Ferrari
  • 2022 – erster Formel-1-Sieg und erste Pole-Position beim Großen Preis von Großbritannien
  • 2025 – Wechsel zu Williams
  • 2026 – langfristige Vertragsverlängerung bei Williams

Wissenswertes über Carlos Sainz' Karriere

  • Sein Vater, Carlos Sainz sen., ist zweifacher Rallye-Weltmeister (1990, 1992) – der Name Sainz hat damit in zwei völlig unterschiedlichen Motorsportdisziplinen einen Meistertitel geholt.
  • Den Spitznamen "Chilli" bekam er schon während seiner Juniorenkarriere, wegen seines stets angriffslustigen, beharrlichen Fahrstils.
  • Seinen Meistertitel 2014 in der Formula Renault 3.5 sicherte er sich, nachdem sein Landsmann und Rivale Roberto Merhi beim vorletzten Rennen der Saison aus dem Titelkampf ausgeschieden war.
  • Er stand sowohl mit Ferrari als auch mit McLaren und Williams auf dem Podium – damit ist er nach Alain Prost erst der zweite Fahrer, dem das mit allen drei Teams gelungen ist.
  • Im Februar 2025 übernahm er von Sebastian Vettel den Direktorposten bei der GPDA, der Interessenvertretung der Fahrer.

Häufig gestellte Fragen zu Carlos Sainz' Karriere

Wann hat Carlos Sainz mit dem Rennsport begonnen?

2006 begann er in Madrid mit dem Kartsport, nachdem er sich zuvor an einer örtlichen Rennfahrerschule die Grundlagen angeeignet hatte.

Welche Meisterschaft hat Carlos Sainz vor der Formel 1 gewonnen?

Seine wichtigsten Juniorentitel sind die Formula Renault 2.0 NEC 2011 und die Formula Renault 3.5 Series 2014, letztere gewann er mit DAMS.

Wie hat es Carlos Sainz in die Formel 1 geschafft?

Er entwickelte sich ab 2010 als Mitglied des Red Bull Junior Teams weiter, saß 2013–2014 auch in Formel-1-Testfahrzeugen und wurde nach seinem Meistertitel in der Formula Renault 3.5 für 2015 Rennfahrer bei Toro Rosso.

Für welche Teams ist Carlos Sainz in der Formel 1 gefahren?

Für Toro Rosso, Renault, McLaren und Ferrari – aktuell fährt er für Williams.

Wer ist der Vater von Carlos Sainz?

Carlos Sainz sen., der 1990 und 1992 zweimal Rallye-Weltmeister wurde.

Wann hat Carlos Sainz seinen ersten Formel-1-Sieg geholt?

2022 beim Großen Preis von Großbritannien, als Ferrari-Fahrer – bei diesem Rennen holte er auch seine erste Pole-Position.

Wie lange ist Carlos Sainz an Williams gebunden?

Im August 2026 verlängerte er seinen Vertrag mit dem Team langfristig, sodass er mindestens bis 2027 und darüber hinaus bei Williams bleibt.

Quellen