Pierre Gasly
GAS #10 France

Pierre Gasly

7. Februar 1996 · Rouen, France

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Rennen
189
Grand-Prix-Siege
1
Pole-Positionen
0
Podien
6
Punkte
502
DNF
26
Schnellste Runden
3
Beste Startposition
P2
Bestes Ergebnis
P1 (1×)

Saisonweise Aufschlüsselung

Saisonweise Aufschlüsselung — Pierre Gasly
Saison Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte WM-Platz Details
2026 alpine 11 0 1 44 9
2025 alpine 24 0 0 22 18
2024 alpine 24 0 1 42 10
2023 alpine 22 0 1 62 11
2022 alphatauri 22 0 0 23 14
2021 alphatauri 22 0 1 110 9
2020 alphatauri 17 1 1 75 10
2019 alphatauri, red bull racing 21 0 1 95 7
2018 alphatauri 21 0 0 29 15
2017 alphatauri 5 0 0 0 21

Karriere nach Team

Karriere nach Team — Pierre Gasly
Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte
alphatauri 96 1 3 269
alpine 81 0 3 170
red bull racing 12 0 0 63

Heimrennen

Ergebnisse bei Grands Prix im Heimatland des Fahrers (France).

Rennen
4
Grand-Prix-Siege
0
Podien
0
Heimrennen — Pierre Gasly
Saison Ergebnisse # Punkte
2022 French Grand Prix 12
2021 French Grand Prix 7 6
2019 French Grand Prix 10 1
2018 French Grand Prix 20

Biographie

Pierre Gasly – Biografie, Karriere und Erfolge

Kurzprofil

Vollständiger NamePierre Gasly
Geburtsdatum7. Februar 1996
GeburtsortRouen, Frankreich
Nationalitätfranzösisch
Aktive Motorsportkarriere2006–heute

Wer ist Pierre Gasly?

Pierre Gasly stammt aus der Normandie und hat sich von den französischen Kartbahnen bis in die Formel 1 hochgearbeitet – auf dem Weg dorthin holte er sich in zwei verschiedenen Nachwuchsklassen Meistertitel. 2016 kam er als amtierender GP2-Champion ins Red-Bull-Programm, und ein Jahr später gelang ihm etwas nahezu Unglaubliches: Er kämpfte gleichzeitig um die japanische Super-Formula-Meisterschaft und feierte in derselben Saison sein Formel-1-Debüt.

In der Formel 1 zeigte er schnell, was in ihm steckt: Mit seinem Sieg 2020 in Monza wurde er der erste französische Fahrer seit 1996, der ein Formel-1-Rennen gewann. Seitdem hat er sich zu einem der zuverlässigsten und konstant punktenden Fahrer im Feld entwickelt und fährt seit 2023 für Alpine.

Was sein Profil besonders macht, ist seine Vielseitigkeit: Nur wenige aktuelle Formel-1-Fahrer können von sich behaupten, in einer japanischen Formelserie um Podestplätze gekämpft und zusätzlich einmal in der Formel E an den Start gegangen zu sein.

Die Anfänge

Gasly wuchs in Rouen in einer motorsportbegeisterten Familie auf – das Rennfahren gehörte dort schon seit der Generation seiner Großeltern dazu. Als Kind kam er zum Kartsport, seine ersten Wettkampfsaisons bestritt er 2006 im Alter von zehn Jahren: In seiner Debütsaison startete er in der französischen Minime-Meisterschaft, 2007 und 2008 folgten zunehmend starke Ergebnisse in den französischen Nachwuchsserien. Eine seiner ersten großen Auszeichnungen kam 2010, als er in der KF3-Klasse der CIK-FIA-Europameisterschaft Zweiter wurde.

Juniorenkarriere

2011 wechselte Gasly in den Formelsport: In der französischen F4-Meisterschaft belegte er als einer der jüngsten Fahrer im Feld den dritten Platz. Danach ging es weiter im Formula Renault Eurocup, wo er nach einer Eingewöhnungssaison 2012 im Jahr 2013 mit Tech 1 Racing den Titel holte – mit Siegen in Moskau, auf dem Hungaroring und in Le Castellet.

2014 startete er für Arden Motorsport in der Formula Renault 3.5 Series (einem Vorläufer der heutigen Formel 2) und wurde hinter Carlos Sainz Jr. Gesamtzweiter. Danach wechselte er in die GP2 Series (den direkten Vorläufer der heutigen Formel 2): 2015 wurde er mit DAMS Achter, 2016 holte er sich mit Prema Racing den Titel – entschieden wurde die Meisterschaft beim Saisonfinale in Abu Dhabi, wo er selbst nur Neunter wurde, während sein Teamkollege und Hauptrivale Antonio Giovinazzi als Sechster ins Ziel kam.

JahrSerieTeamBestes Ergebnis / Meisterschaftsposition
2011Französische Formel 43. Platz
2012Formula Renault EurocupR-Ace GP10. Platz
2013Formula Renault EurocupTech 1 RacingMeister
2014Formula Renault 3.5 SeriesArden Motorsport2. Platz
2015GP2 SeriesDAMS8. Platz
2016GP2 SeriesPrema RacingMeister

Der Weg in die Formel 1

Im Dezember 2013 schloss sich Gasly dem Fahrerprogramm von Red Bull an, im Mai 2015 durfte er in Barcelona bereits einen Formel-1-Test absolvieren. Im September 2015 ernannte ihn Red Bull zum offiziellen Ersatzfahrer, während seine Titeljagd in der GP2 noch in vollem Gange war.

2017 war eines der ereignisreichsten Jahre seiner Karriere: Frisch gekürter GP2-Champion, wechselte er zu Team Mugen in die japanische Super Formula, wo er die gesamte Saison über an der Spitze mitfuhr. Mitten im Juli desselben Jahres gab er zudem ein einmaliges Formel-E-Gastspiel: Bei Renault e.dams vertrat er Sébastien Buemi beim Stadtrennen in New York. Ende September rief dann die Red-Bull-Hierarchie: Toro Rosso setzte beim Großen Preis von Malaysia Daniil Kwjat ab und beförderte Gasly ins Cockpit – für einen Teil der Saison 2017 war er damit gleichzeitig Formel-1- und Super-Formula-Fahrer. In der japanischen Meisterschaft verpasste er den Titel am Ende nur um einen halben Punkt, nachdem das Saisonfinale wegen eines Taifuns abgesagt worden war.

Formel-1-Karriere

Gasly begann seine Formel-1-Karriere bei Toro Rosso und bestritt 2018 seine erste volle Saison für das Team. 2019 wurde er zu Red Bull Racing befördert und war dort Teamkollege von Max Verstappen, wurde aber mitten in der Saison, nach dem Großen Preis von Ungarn, zum inzwischen in AlphaTauri umbenannten Juniorteam zurückgeschickt. Bei AlphaTauri fand er wieder zu seiner Form: Sein erstes Formel-1-Podium holte er 2019 mit Platz zwei beim Großen Preis von Brasilien, 2020 folgte beim Großen Preis von Italien in Monza sein erster – und zugleich der erste Sieg der AlphaTauri-Geschichte. Damit war er der erste französische Fahrer, der seit Olivier Panis' Sieg 1996 in Monaco wieder ein Formel-1-Rennen gewann.

Seit 2023 fährt er für Alpine, wo er die Nachfolge von Fernando Alonso antrat und Teamkollege von Esteban Ocon wurde – eine Zeit lang stellte das Team damit eine komplett französische Fahrerpaarung. Bei Alpine sammelte er weitere Podestplätze, unter anderem beim Großen Preis der Niederlande 2023 und beim Großen Preis von São Paulo 2024. 2026 verlängerte er seinen Vertrag langfristig bis 2028 und machte damit deutlich, dass er auch seine Zukunft bei Alpine sieht.

Rennsport neben der Formel 1

Der Beginn von Gaslys Formel-1-Karriere war eng mit der japanischen Super Formula verknüpft: 2017, im Jahr seines Toro-Rosso-Debüts, kämpfte er gleichzeitig mit Team Mugen um den Super-Formula-Titel und verpasste ihn am Ende nur um einen halben Punkt. Im selben Jahr, noch vor seinem Formel-1-Debüt, bestritt er zudem ein einmaliges Formel-E-Rennen für Renault e.dams. Seitdem ist er – bedingt durch den engen Kalender und die vertraglichen Verpflichtungen der modernen Formel 1 – in keiner weiteren großen internationalen Meisterschaft mehr angetreten.

Wichtige Erfolge außerhalb der Formel 1

JahrSerie / RennenTeamErgebnis
2010CIK-FIA-Europameisterschaft (KF3, Kart)2. Platz
2013Formula Renault EurocupTech 1 RacingMeister
2014Formula Renault 3.5 SeriesArden Motorsport2. Platz
2016GP2 SeriesPrema RacingMeister
2017Super Formula ChampionshipTeam Mugen2. Platz (0,5 Punkte hinter dem Titel)

Karriere-Zeitleiste

  • 2006 – Beginn der Kart-Wettkampfkarriere in Frankreich
  • 2010 – 2. Platz in der KF3-Klasse der CIK-FIA-Europameisterschaft
  • 2011 – Formelsport-Debüt in der französischen F4
  • 2013 – Formula-Renault-Eurocup-Titel mit Tech 1 Racing
  • 2014 – 2. Platz in der Formula Renault 3.5 Series
  • 2016 – GP2-Titel mit Prema Racing
  • 2017 – Formel-1-Debüt bei Toro Rosso, parallel Titelkampf in der Super Formula
  • 2019 – kurzes Gastspiel bei Red Bull Racing, danach Rückkehr zu AlphaTauri
  • 2020 – erster Formel-1-Sieg beim Großen Preis von Italien (Monza)
  • 2023 – Wechsel zu Alpine
  • 2026 – Vertragsverlängerung bei Alpine bis 2028

Wissenswertes über Pierre Gaslys Karriere

  • Den GP2-Titel 2016 sicherte er sich, obwohl er beim Saisonfinale in Abu Dhabi nur Neunter wurde – sein Punktevorsprung reichte da bereits für die Meisterschaft.
  • 2017 war er gleichzeitig Formel-1-Neuling und Titelanwärter in der Super Formula: In der japanischen Serie verpasste er den Titel am Ende nur um einen halben Punkt, nachdem das letzte Saisonrennen wegen eines Taifuns abgesagt wurde.
  • Mit seinem Sieg 2020 in Monza wurde er der erste französische Fahrer, der seit Olivier Panis' Erfolg 1996 in Monaco wieder ein Formel-1-Rennen gewann.
  • Sein bester Freund aus Kindertagen war der französische Fahrer Anthoine Hubert, der 2019 bei einem Formel-2-Rennen in Spa-Francorchamps tödlich verunglückte; Gasly gedenkt ihm seitdem jedes Jahr am Wochenende des Großen Preises von Belgien.
  • Ab 2023 bildeten er und Esteban Ocon für eine Saison ein komplett französisches Fahrerduo bei Alpine.
  • Beim Großen Preis von Monaco 2026 verlor er seinen dritten Platz zunächst durch nachträgliche Strafen, bekam ihn aber nach einer erfolgreichen Berufung von Alpine (dem sogenannten „Right of Review") wieder zugesprochen.

Häufig gestellte Fragen zu Pierre Gaslys Karriere

Wann hat Pierre Gasly mit dem Rennsport begonnen?

Als Kind kam er zum Kartsport, seine ersten Wettkampfsaisons bestritt er 2006 im Alter von zehn Jahren in französischen Nachwuchsserien.

Welche Meisterschaft hat Pierre Gasly vor der Formel 1 gewonnen?

2013 gewann er mit Tech 1 Racing den Formula Renault Eurocup, 2016 wurde er mit Prema Racing GP2-Champion.

Wie hat es Pierre Gasly in die Formel 1 geschafft?

Als Mitglied des Red-Bull-Nachwuchsprogramms testete er ab 2015 und arbeitete als Ersatzfahrer, bevor ihn Toro Rosso 2017 – kurz nach seinem GP2-Titelgewinn – in die Formel 1 holte.

Ist Pierre Gasly neben der Formel 1 auch in anderen Meisterschaften gefahren?

Ja: 2017, im Jahr seines Formel-1-Debüts, fuhr er gleichzeitig in der japanischen Super Formula (wo er Meisterschaftszweiter wurde) und bestritt zudem ein einmaliges Formel-E-Rennen.

Für welche Teams ist Pierre Gasly in der Formel 1 gefahren?

Für Toro Rosso, Red Bull Racing, AlphaTauri und seit 2023 für Alpine.

Wann feierte Pierre Gasly seinen ersten Formel-1-Sieg?

2020 beim Großen Preis von Italien in Monza, für AlphaTauri.

Quellen