Liam Lawson
LAW #40 New Zealand

Liam Lawson

11. Februar 2002 · Hastings, New Zealand

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Rennen
47
Grand-Prix-Siege
0
Pole-Positionen
0
Podien
0
Punkte
93
DNF
7
Schnellste Runden
0
Beste Startposition
P3
Bestes Ergebnis
P5 (1×)

Saisonweise Aufschlüsselung

Saisonweise Aufschlüsselung — Liam Lawson
Saison Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte WM-Platz Details
2026 racing bulls 12 0 0 49 10
2025 racing bulls, red bull racing 24 0 0 38 14
2024 racing bulls 6 0 0 4 21
2023 alphatauri 5 0 0 2 20

Karriere nach Team

Karriere nach Team — Liam Lawson
Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte
racing bulls 39 0 0 85
red bull racing 3 0 0 6
alphatauri 5 0 0 2

Biographie

Liam Lawson – Biografie, Karriere und Erfolge

Kurzprofil

Vollständiger NameLiam Lawson
Geburtsdatum11. Februar 2002
GeburtsortHastings, Neuseeland
Nationalitätneuseeländisch
Aktive Motorsportkarriereseit 2014 (Kart), seit 2015 (Rennwagen)

Wer ist Liam Lawson?

Liam Lawson gehört zu jener kleinen Gruppe neuseeländischer Rennfahrer, die den Weg von heimischen Kartbahnen an die Spitze der europäischen und asiatischen Nachwuchsserien in erstaunlich kurzer Zeit zurücklegten. Als Teenager sammelte er in Neuseeland einen Meistertitel nach dem anderen, und ab 2017 bewies er sich praktisch jedes Jahr auf einem anderen Kontinent, in einer anderen Fahrzeugklasse – von Australien über Deutschland bis nach Japan.

Was seine Karriere besonders interessant macht, ist ihre Vielseitigkeit: Lawson durchlief nicht einfach die übliche Leiter von der Formel 3 zur Formel 2, sondern fuhr nebenbei auch Tourenwagen in der DTM und trat in der japanischen Super Formula an – und das mit beachtlichem Erfolg. Seit 2019 gehört er dem Nachwuchsprogramm von Red Bull an und bereitete sich jahrelang als Test- und Ersatzfahrer darauf vor, irgendwann wirklich in einem Formel-1-Auto zu sitzen.

Diese Gelegenheit kam im Sommer 2023 überraschend, ausgelöst durch die Verletzung eines anderen Fahrers. Seither ist er für zwei Teams aus der Red-Bull-Familie gefahren.

Die Anfänge

Lawson begann als Kind auf der Kartbahn Mount Wellington in Auckland zu fahren, und sein Talent zeigte sich schon dort: 2014 gewann er mehrere neuseeländische Kartmeisterschaften. 2015 wechselte er in den Rennwagen, gewann das SpeedSport-Stipendium und wurde bei seinem Debüt in der Formula First gleich als Rookie of the Year ausgezeichnet.

2016, mit gerade einmal 15 Jahren, trat er in der heimischen F1600-Meisterschaft (Formula Ford) an und gewann 14 der 15 Saisonrennen – damit wurde er zum damals jüngsten Formel-Ford-Meister der Welt.

Juniorenkarriere

Nach den Erfolgen in der Heimat nahm Lawsons Karriere ab 2017 richtig Fahrt auf, als er sich nacheinander in den internationalen Formel-4-Serien versuchte, bevor er in die Formel 3 und die Formel 2 aufstieg.

JahrSerieTeamBestes Ergebnis / Meisterschaftsplatzierung
2017Australische Formel-4-MeisterschaftTeam BRM2. Platz (5 Siege)
2018ADAC-Formel-4-Meisterschaft (Deutschland)Van Amersfoort Racing2. Platz, bester Rookie
2019Toyota Racing Series (Neuseeland)M2 CompetitionMeister (5 Siege, inklusive Sieg beim Neuseeland-Grand-Prix)
2019Euroformula OpenMotopark2. Platz in der Gesamtwertung, Rookie-Meister (4 Siege)
2019FIA-Formel-3-MeisterschaftMP Motorsport11. Platz
2020Toyota Racing Series (Neuseeland)M2 Competition2. Platz
2020FIA-Formel-3-MeisterschaftHitech Grand Prix5. Platz (3 Siege)
2021FIA-Formel-2-MeisterschaftHitech Grand Prix11. Platz (1 Sieg)
2022FIA-Formel-2-MeisterschaftCarlin3. Platz (3 Siege)

Die Saison 2019 erwies sich als Wendepunkt: Als Rookie gewann Lawson die Toyota Racing Series und damit auch den Neuseeland-Grand-Prix – er wurde der erste neuseeländische Meister der Serie seit Nick Cassidys Erfolg 2013. Im selben Jahr fuhr er bereits parallel in der europäischen Formel 3 und in der Euroformula Open, eine erhebliche Belastung für einen 17-Jährigen.

2021 bewies sich Lawson, noch als Formel-2-Fahrer, auch in einer völlig anderen Kategorie: Für Red Bull AF Corse startete er mit einem Ferrari 488 GT3 in der deutschen DTM, als Teamkollege von Alex Albon. Schon bei seinem Debüt in Monza gewann er und wurde damit zum jüngsten Rennsieger in der Geschichte der DTM. Die Saison beendete er mit drei Siegen und unterlag im Gesamtklassement erst nach einer Stallorder-Kontroverse rund um das Finale gegen Maximilian Götz.

Der Weg in die Formel 1

Lawsons Ergebnisse weckten schon während seiner Formel-3-Jahre das Interesse von Red Bull: Im Februar 2019 schloss er sich dem Nachwuchsprogramm des Energydrink-Herstellers an. Seine Formel-2-Auftritte – insbesondere der Podestplatz in der Gesamtwertung 2022 bei Carlin – überzeugten Red Bull davon, dass er auch in der Formel 1 konkurrenzfähig sein würde.

Zwischen 2022 und 2024 arbeitete er als offizieller Test- und Ersatzfahrer bei AlphaTauri und danach beim daraus hervorgegangenen Team RB, während er zugleich regelmäßig im Simulator saß und bei freien Trainings zum Einsatz kam. Parallel dazu fuhr er 2023 eine komplette Saison in der japanischen Super Formula – eine Saison, die am Ende dazu führte, dass er vom Ersatzfahrer praktisch über Nacht zum echten Formel-1-Piloten wurde.

Formel-1-Karriere

Lawson gab am 27. August 2023 beim Großen Preis der Niederlande sein Debüt für AlphaTauri, nachdem er für den verletzten Daniel Ricciardo einspringen musste. Fünf Rennen lang vertrat er ihn, und schon beim Rennen in Singapur holte er als Neunter seinen ersten Punkt – gleich an seinem ersten kompletten Rennwochenende.

2024 kehrte er erneut als Einspringer zurück, diesmal ab dem Großen Preis der USA, nachdem sich das Team nach dem Rennen in Singapur wieder für ihn statt für Ricciardo entschieden hatte. Im weiteren Saisonverlauf kam er mehrfach als Neunter in die Punkte, in Brasilien sicherte er sich im Regen sogar den fünften Startplatz.

Im Dezember 2024 gab Red Bull bekannt, dass Lawson als Nachfolger von Sergio Pérez ab 2025 Max Verstappens Teamkollege beim Spitzenteam werden würde. Der Traum währte jedoch nur kurz: Nach nur zwei Rennen – dem Großen Preis von Australien und dem von China – tauschte Red Bull ihn gegen Yuki Tsunoda aus, der ab dem Großen Preis von Japan seinen Platz übernahm, während Lawson zu Racing Bulls zurückkehrte, dem früheren RB beziehungsweise AlphaTauri. Der Teamwechsel sorgte im Formel-1-Fahrerlager für erhebliche Diskussionen, und selbst Christian Horner räumte ein, dass die Entscheidung nicht von ihm ausgegangen war.

Zurück bei Racing Bulls fand Lawson allmählich seine Stabilität: Im weiteren Verlauf der Saison 2025 erzielte er mehrere weitere Punkteplatzierungen, und das Team bestätigte sein Vertrauen in ihn, indem es ihn auch für 2026 hielt. Die Saison 2026 – seine erste wirklich ungestörte, komplette Formel-1-Saison – bestreitet er mit seinem neuen Teamkollegen, dem aufstrebenden Arvid Lindblad, bei Racing Bulls, mit der Startnummer 30. Vor der Sommerpause steht er sowohl in der Team- als auch in der Fahrerwertung an der Spitze des Mittelfelds, als bestplatzierter Fahrer außerhalb der Topteams, mit Ergebnissen wie dem sechsten Platz in Monaco und in Großbritannien.

Rennsport neben der Formel 1

Eine Besonderheit von Lawsons Karriere ist, dass er auch während der Entwicklung seiner Formel-1-Rolle nie mit anderen Kategorien aufhörte. 2023, während er als Ersatzfahrer für AlphaTauri arbeitete, bestritt er eine komplette Saison in der japanischen Super Formula für Team Mugen. Gleich sein erstes Rennen gewann er – als erster Fahrer seit 1978, dem das bei seinem Debüt in der japanischen Top-Kategorie gelang – und beendete die Saison mit einer Pole-Position und mehreren Siegen, ehe er im dramatischen Finale in Suzuka knapp gegen Ritomo Miyata verlor und damit Gesamtzweiter wurde.

Wichtige Erfolge außerhalb der Formel 1

JahrSerie / RennenTeamErgebnis
2016Neuseeländische Formel-Ford-Meisterschaft (F1600)Meister (14 Siege aus 15 Rennen)
2019Toyota Racing Series / Neuseeland-Grand-PrixM2 CompetitionMeister, Grand-Prix-Sieger
2019Euroformula OpenMotopark2. Platz, Rookie-Meister
2020FIA-Formel-3-MeisterschaftHitech Grand Prix5. Platz (3 Siege)
2021DTMRed Bull AF Corse (Ferrari)2. Platz in der Gesamtwertung (3 Siege)
2022FIA-Formel-2-MeisterschaftCarlin3. Platz (3 Siege)
2023Super Formula (Japan)Team Mugen2. Platz in der Gesamtwertung (mehrere Siege, 1 Pole-Position)

Karriere-Zeitleiste

  • 2014 – Kartmeistertitel in Neuseeland
  • 2016 – neuseeländischer Formel-Ford-Meister, damals jüngster Formel-Ford-Meister der Welt
  • 2019 – Mitglied des Red Bull Junior Teams; Toyota-Racing-Series-Meister und Sieger beim Neuseeland-Grand-Prix
  • 2021 – 2. Platz in der DTM-Gesamtwertung mit dem Ferrari von Red Bull AF Corse; Formel-2-Saison bei Hitech
  • 2022 – 3. Platz in der Formel-2-Gesamtwertung mit Carlin
  • 2023 – 2. Platz in der Super-Formula-Gesamtwertung in Japan; im August Formel-1-Debüt bei AlphaTauri
  • 2024 – Rückkehr zu RB ab dem Großen Preis der USA bis zum Saisonende
  • 2025 – kurzes Gastspiel bei Oracle Red Bull Racing als Teamkollege von Verstappen, danach Rückkehr zu Racing Bulls
  • 2026 – komplette Saison bei Racing Bulls als Teamkollege von Arvid Lindblad

Wissenswertes über Liam Lawsons Karriere

  • Seine Startnummer 30 wählte er, weil es schon seit seinem achten Lebensjahr, noch aus Kartzeiten, seine Nummer war – und er behält sie seither bei.
  • Mit seinem Sieg beim DTM-Debüt 2021 in Monza wurde er zum jüngsten Rennsieger in der Geschichte der DTM.
  • 2023 war er der erste Fahrer seit 1978, dem bei seinem Debüt in der japanischen Super Formula ein Sieg gelang.
  • 2019 gewann er als Rookie im selben Jahr sowohl die Toyota Racing Series als auch den Neuseeland-Grand-Prix und wurde damit der erste neuseeländische Meister der Serie seit 2013.
  • Zwischen 2023 und 2025 fuhr er in drei verschiedenen Formel-1-Teamfarben (AlphaTauri, RB, Red Bull Racing und danach erneut Racing Bulls).
  • 2024 sicherte er sich beim verregneten Qualifying zum Großen Preis von Brasilien den fünften Startplatz – eines der besten Qualifying-Ergebnisse seiner F1-Karriere.

Häufig gestellte Fragen zu Liam Lawsons Karriere

Wann begann Liam Lawson mit dem Rennsport?

Er begann als Kind auf der Kartbahn Mount Wellington in Auckland, gewann 2014 bereits mehrere heimische Kartmeisterschaften und wechselte 2015 in den Rennwagen.

Welche Meisterschaft gewann Liam Lawson vor der Formel 1?

Zu seinen wichtigsten Nachwuchstiteln zählen die neuseeländische Formel-Ford-Meisterschaft 2016 und die Toyota Racing Series 2019, die er zusätzlich mit dem Sieg beim Neuseeland-Grand-Prix krönte.

Wie schaffte es Liam Lawson in die Formel 1?

Seine Ergebnisse in der Formel 3 und der Formel 2 weckten das Interesse von Red Bull, deren Nachwuchsprogramm er seit 2019 angehörte. Jahrelang bereitete er sich als Test- und Ersatzfahrer bei AlphaTauri vor, bis er 2023 wegen einer Verletzung plötzlich im Renneinsatz gebraucht wurde.

Ist Liam Lawson in der DTM gefahren?

Ja, 2021 startete er mit dem Ferrari von Red Bull AF Corse in der DTM, als Teamkollege von Alex Albon. Schon bei seinem Debüt in Monza gewann er und beendete die Saison nach einem umstrittenen Finale auf dem zweiten Platz.

Was geschah 2025 mit Liam Lawson bei Red Bull Racing?

Für 2025 wurde er Fahrer bei Red Bull Racing als Teamkollege von Max Verstappen, doch nach nur zwei Rennen wurde er wegen eines schwachen Starts gegen Yuki Tsunoda ausgetauscht und kehrte zu Racing Bulls zurück.

In welchen Serien ist Liam Lawson außerhalb der Formel 1 gefahren?

Er startete unter anderem in der australischen und der deutschen Formel 4, in der Euroformula Open, in der FIA-Formel-3 und -Formel-2, in der deutschen DTM sowie in der japanischen Super Formula.

Wie verläuft Liam Lawsons Saison 2026?

2026 bestreitet er seine erste komplette, ungestörte Formel-1-Saison bei Racing Bulls, als Teamkollege von Arvid Lindblad. Vor der Sommerpause führt er das Feld außerhalb der Topteams an, mit Ergebnissen wie dem sechsten Platz in Monaco und in Großbritannien.

Quellen