Esteban Ocon
OCO #31 France

Esteban Ocon

17. September 1996 · Évreux, Normandy

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Rennen
192
Grand-Prix-Siege
1
Pole-Positionen
0
Podien
4
Punkte
486
DNF
27
Schnellste Runden
1
Beste Startposition
P3
Bestes Ergebnis
P1 (1×)

Saisonweise Aufschlüsselung

Saisonweise Aufschlüsselung — Esteban Ocon
Saison Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte WM-Platz Details
2026 haas 12 0 0 3 17
2025 haas 24 0 0 38 15
2024 alpine 23 0 1 23 14
2023 alpine 22 0 1 58 12
2022 alpine 22 0 0 92 8
2021 alpine 22 1 1 74 11
2020 renault 17 0 1 62 12
2018 force india 21 0 0 49 12
2017 force india 20 0 0 87 8
2016 manor, renault 9 0 0 0 23

Karriere nach Team

Karriere nach Team — Esteban Ocon
Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte
alpine 89 1 3 247
force india 41 0 0 136
renault 17 0 1 62
haas 36 0 0 41
manor 9 0 0 0

Heimrennen

Ergebnisse bei Grands Prix im Heimatland des Fahrers (France).

Rennen
3
Grand-Prix-Siege
0
Podien
0
Heimrennen — Esteban Ocon
Saison Ergebnisse # Punkte
2022 French Grand Prix 8 4
2021 French Grand Prix 14
2018 French Grand Prix 19

Biographie

Esteban Ocon – Biografie, Karriere und Erfolge

Kurzprofil

Vollständiger NameEsteban Ocon
Geburtsdatum17. September 1996
GeburtsortÉvreux, Normandie, Frankreich
NationalitätFranzösisch
Aktive Motorsport-Karriereseit 2004 (Kart), seit 2012 (Formel-Rennwagen), seit 2016 (Formel 1)

Wer ist Esteban Ocon?

Esteban Ocon gehört zu den Formel-1-Fahrern, die ihre Karriere praktisch bei null aufgebaut haben. Aus einer Kleinstadt in der Normandie, aufgewachsen im Umfeld der Autowerkstatt seiner Familie, schaffte er es, als Teenager zwei Europameistertitel in Folge zu gewinnen und sich anschließend als dauerhafter Stammfahrer in der Formel 1 zu etablieren. Auf seinem Weg lieferte er sich regelmäßig Duelle mit Fahrern wie Max Verstappen, Charles Leclerc oder Pierre Gasly – dabei zog er in den Titelkämpfen gegen sie nicht selten den Kürzeren, in anderen Fällen behielt er die Oberhand.

Seine Nachwuchskarriere in Formel-Rennwagen war ausgesprochen dicht und erfolgreich: In zwei Saisons holte er zwei Meistertitel, was ihm damals den direkten Weg ins Nachwuchsprogramm von Mercedes und anschließend in die Formel 1 ebnete. Seine F1-Karriere führte ihn seither durch mehrere Teamwechsel und Tiefpunkte, doch 2021 gelang ihm auch sein erster Laufsieg.

Die Anfänge

Ocon saß im Alter von vier Jahren bei einem Familienurlaub zum ersten Mal in einem Kart, und – wie er selbst erzählt – die Leute an der Strecke bekamen ihn danach nicht mehr davon weg. Seine Eltern kauften ihm daraufhin einen eigenen Kart, und die Familie brachte erhebliche finanzielle Opfer, damit ihr Sohn Rennen fahren konnte: Zeitweise lebten sie in einem Wohnwagen, während sie für die Rennen durchs Land reisten. Sein Vater Laurent Ocon arbeitete als Automechaniker, und die Familie verkaufte sowohl ihr Haus als auch die Werkstatt, um die Rennkarriere zu finanzieren.

In den französischen Kart-Meisterschaften traf Ocon schon als Kind auf Rivalen, die später ebenfalls Formel-1-Fahrer wurden: 2008 gewann er die französische Meisterschaft in der Klasse Cadet vor Pierre Gasly und Anthoine Hubert, und in der Altersklasse Minime lieferte er sich denkwürdige, hautnahe Duelle mit Charles Leclerc – eines dieser Duelle, im Finale des französischen Pokals in Magny-Cours, endete mit Kontakt und Leclercs Ausfall. Über den Sport hinaus freundeten sich die beiden Familien an. 2010 gewann er die französische KF3-Meisterschaft, 2011 wurde er in der WSK Euro Series Zweiter – zu diesem Zeitpunkt lieferte er sich bereits regelmäßig Duelle mit Max Verstappen, der die Meisterschaft am Ende gewann.

Karriere im Formel-Nachwuchs

2012 wechselte Ocon in die Formel-Rennwagen: Er startete mit Koiranen Motorsport im Eurocup Formel Renault 2.0, beendete die Saison mit einem Heimpodium in Paul Ricard auf dem 14. Platz und nahm zudem an einem Teil der Serie Formel Renault 2.0 Alps teil. 2013 wechselte er zum ART Junior Team, wo er zwei Siege (darunter einen in Paul Ricard) und eine Pole-Position holte und die Saison mit 159 Punkten, 36 Punkte hinter Meister Pierre Gasly, als Dritter beendete.

2014, mit gerade einmal 18 Jahren, trat er mit dem Prema Powerteam in der FIA-Formel-3-Europameisterschaft an und lieferte eine der dominantesten Saisons des Jahres ab: Mit neun Siegen, 15 Pole-Positions und 21 Podestplätzen sowie 478 Punkten – 58 Punkte vor dem Zweiten Tom Blomqvist und 67 Punkte vor dem Dritten Max Verstappen – sicherte er sich den Titel bereits einen Lauf vor Saisonende, in Imola. Als Belohnung für seinen Sieg durfte er einen Ferrari-Test in Fiorano absolvieren, und auch das Team Lotus F1 lud ihn zu einem offiziellen Test ein.

2015 stieg er mit ART Grand Prix in die GP3 Series auf, startete die Saison mit neun aufeinanderfolgenden zweiten Plätzen, fuhr anschließend 14 Podestplätze aus 18 Rennen ein und sicherte sich schließlich im Meisterschaftsfinale den Titel, nur wenige Punkte vor Luca Ghiotto. Im selben Jahr trat er zudem dem Nachwuchsprogramm von Mercedes bei.

Der Weg in die Formel 1

Die beiden aufeinanderfolgenden Nachwuchs-Meistertitel beschleunigten Ocons Weg in die Formel 1. Der Lotus-Test, den er sich nach seinem F3-Erfolg 2014 verdiente, zeigte bereits, dass er auch in einem F1-Auto konkurrenzfähig war, und sein GP3-Titel 2015 sowie sein Platz im Mercedes-Nachwuchsprogramm verschafften ihm die nötige Rückendeckung. 2016 war er gleichzeitig Ersatzfahrer des Teams Renault Sport F1 und DTM-Fahrer für Mercedes-Benz, während die F1-Teams ihn aufmerksam beobachteten. Als Rio Haryanto seinen Platz bei Manor Racing aus finanziellen Gründen verlor, übernahm Ocon dessen Cockpit und gab im Alter von 19 Jahren beim Großen Preis von Belgien 2016 sein Formel-1-Debüt.

Formel-1-Karriere

Nach einer halben Saison bei Manor wurde er für 2017 von Force India verpflichtet, wo er als Teamkollege von Sergio Pérez bereits beim Saisonauftakt in Australien seine ersten Punkte holte und in der Folge konstant punktete, wobei es auf der Strecke mehrfach zu Kollisionen mit seinem Teamkollegen kam. Nachdem Force India 2018 von Lawrence Stroll übernommen und als Racing Point neu gestartet wurde, verlor Ocon seinen Stammplatz und arbeitete 2019 als Ersatzfahrer für Mercedes – sein Name wurde damals ernsthaft als möglicher Ersatz für Valtteri Bottas gehandelt, letztlich behielt der Finne jedoch seinen Platz.

2020 kehrte er als Stammfahrer zurück, zu Renault, an der Seite von Daniel Ricciardo, und wurde beim Großen Preis von Sakhir Zweiter – sein erstes F1-Podium. Nach der Umbenennung des Teams in Alpine für 2021 wurde Fernando Alonso sein Teamkollege, und im selben Jahr feierte er beim Großen Preis von Ungarn seinen ersten Formel-1-Laufsieg, vor Sebastian Vettel im Ziel. 2022 – erneut an der Seite von Alonso – fuhr er eine seiner besten Saisons, und ab 2023 wurde sein einstiger Kart-Rivale Pierre Gasly sein Teamkollege; in diese Zeit fielen auch Höhepunkte wie das Podium in Monaco und der verregnete Große Preis von São Paulo 2024, bei dem Ocon und Gasly Alpines ersten Doppelsieg seit 2013 einfuhren. Ocon trennte sich Ende der Saison 2024 nach dem Lauf in Katar von Alpine; für das Saisonfinale in Abu Dhabi rückte Jack Doohan in sein Cockpit, während Ocon sich bereits bei seinem nächsten Team auf 2025 vorbereitete.

Renneinsätze neben der Formel 1

Eine Besonderheit in Ocons Karriere ist, dass er zu Beginn seines Formel-1-Wegs, 2016, parallel in zwei Meisterschaften antrat: Während er als Ersatzfahrer für Renault Sport F1 tätig war, stand er in den Farben von Mercedes-Benz auch in der Tourenwagen-Meisterschaft DTM am Start. Er bestritt die ersten zehn Rennen der Saison, sein bestes Ergebnis war ein neunter Platz in Zandvoort, ehe er das DTM-Programm wegen der sich bietenden F1-Chance bei Manor aufgab.

Wichtige Erfolge außerhalb der Formel 1

JahrSerie / RennenTeamErgebnis
2007Championnat de France – Klasse MinimeMeister
2008Championnat de France – Klasse CadetMeister
2010Französische KF3-MeisterschaftMeister
2011WSK Euro Series2. Platz
2013Eurocup Formel Renault 2.0ART Junior Team3. Platz (159 Punkte)
2014FIA-Formel-3-EuropameisterschaftPrema PowerteamMeister (9 Siege, 21 Podien)
2015GP3 SeriesART Grand PrixMeister

Karriere-Zeitleiste

  • 2004 – Beginn der Wettkampf-Karriere im Kartsport
  • 2007 – Gewinn der französischen Minime-Meisterschaft
  • 2008 – Gewinn der französischen Cadet-Meisterschaft, vor Gasly und Hubert
  • 2010 – Französischer KF3-Meistertitel
  • 2012 – Erste Saison in Formel-Rennwagen (Eurocup Formel Renault 2.0)
  • 2014 – FIA-Formel-3-Europameistertitel mit dem Prema Powerteam
  • 2015 – GP3-Meistertitel mit ART Grand Prix, Beitritt zum Mercedes-Nachwuchsprogramm
  • 2016 – Formel-1-Debüt für Manor Racing beim Großen Preis von Belgien
  • 2021 – Erster Formel-1-Laufsieg beim Großen Preis von Ungarn, für Alpine
  • 2025 – Wechsel zum Haas F1 Team

Wissenswertes über die Karriere von Esteban Ocon

  • Als Kind fuhr er in französischen Kart-Meisterschaften gegen spätere Formel-1-Fahrer wie Charles Leclerc, Pierre Gasly, Anthoine Hubert und Max Verstappen.
  • Seine Familie verkaufte Haus und Autowerkstatt, um seine Karriere zu finanzieren, und lebte zeitweise in einem Wohnwagen, während sie zwischen den Rennen umherreiste.
  • 2014 und 2015 gewann er in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Europameistertitel in zwei verschiedenen Kategorien (FIA Formel 3, dann GP3).
  • 2016 war er gleichzeitig Ersatzfahrer von Renault Sport F1 und DTM-Fahrer für Mercedes-Benz.
  • Beim Großen Preis der Türkei 2021 fuhr er die gesamte Renndistanz auf einem einzigen Satz Intermediate-Reifen – der erste Fahrer seit 1997, der ein Rennen ohne Reifenwechsel beendete.
  • 2022 war er der erste Alonso-Teamkollege seit Jenson Button (2015), der den Spanier in der Fahrerwertung hinter sich ließ.
  • Ende 2024 verließ er Alpine nach dem Lauf in Katar, um sich bei seinem neuen Team Haas auf die kommende Saison vorzubereiten.

Häufig gestellte Fragen zur Karriere von Esteban Ocon

Wann begann Esteban Ocon mit dem Rennsport?

Er saß im Alter von vier Jahren bei einem Familienurlaub zum ersten Mal in einem Kart, danach kauften ihm seine Eltern einen eigenen Kart, und ab Mitte der 2000er-Jahre startete er in französischen Meisterschaften.

Welchen Titel gewann Esteban Ocon vor der Formel 1?

2014 gewann er mit dem Prema Powerteam die FIA-Formel-3-Europameisterschaft, 2015 wurde er mit ART Grand Prix Meister der GP3 Series.

Wie schaffte Esteban Ocon den Sprung in die Formel 1?

Seine Nachwuchs-Meistertitel brachten ihm einen Platz im Mercedes-Nachwuchsprogramm ein; 2016 war er Ersatzfahrer von Renault Sport F1 und erhielt anschließend seine Chance bei Manor Racing, nachdem Rio Haryanto seinen Platz aus finanziellen Gründen verloren hatte.

Ist Esteban Ocon neben der Formel 1 auch in anderen Serien gefahren?

Ja, 2016 stand er parallel zu seiner Rolle als F1-Ersatzfahrer auch in der Tourenwagen-Meisterschaft DTM für Mercedes-Benz am Start.

Wann feierte Esteban Ocon seinen ersten Formel-1-Laufsieg?

2021 beim Großen Preis von Ungarn, für Alpine, vor Sebastian Vettel im Ziel.

Hat Esteban Ocon Le Mans gewonnen oder ist er beim Indy 500 gestartet?

Nein, seine Karriere beschränkte sich bislang auf Formel-Rennwagen-Kategorien und ein kurzes DTM-Engagement; in einer Langstrecken-Weltmeisterschaft oder beim Indy 500 ist er nicht angetreten.

Für welches Team fährt Esteban Ocon aktuell?

Seit 2025 fährt er für das Haas F1 Team, Teamkollege ist Oliver Bearman.

Quellen