Alexander Albon
ALB #23 Thailand

Alexander Albon

23. März 1996 · London, England

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Rennen
141
Grand-Prix-Siege
0
Pole-Positionen
0
Podien
2
Punkte
318
DNF
25
Schnellste Runden
1
Beste Startposition
P4
Bestes Ergebnis
P3 (2×)

Saisonweise Aufschlüsselung

Saisonweise Aufschlüsselung — Alexander Albon
Saison Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte WM-Platz Details
2026 williams 12 0 0 5 16
2025 williams 24 0 0 73 8
2024 williams 24 0 0 12 16
2023 williams 22 0 0 27 13
2022 williams 21 0 0 4 19
2020 red bull racing 17 0 2 105 7
2019 alphatauri, red bull racing 21 0 0 92 8

Karriere nach Team

Karriere nach Team — Alexander Albon
Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte
red bull racing 26 0 2 181
williams 103 0 0 121
alphatauri 12 0 0 16

Biographie

Alexander Albon – Biografie, Karriere und Erfolge

Kurzprofil

Vollständiger NameAlexander Philippe Albon Ansusinha
Geburtsdatum23. März 1996
GeburtsortLondon, England
NationalitätThailändisch (britisch-thailändische Abstammung, tritt für Thailand an)
Aktive Motorsport-Karriereseit 2004 (aktuell Formel-1-Fahrer bei Williams)

Wer ist Alexander Albon?

Alexander Albon gehört zu den wenigen Formel-1-Fahrern, die einmal aus dem System geworfen wurden und Jahre später dennoch zurückkehrten, um sich einen dauerhaften Platz im F1-Fahrerfeld aufzubauen. Er wurde in London als Sohn eines britischen Vaters und einer thailändischen Mutter geboren, tritt auf der Rennstrecke jedoch stets für Thailand an und wird dort als eine Art Nationalheld verehrt.

Seine Karriere verlief alles andere als geradlinig: Das Nachwuchsprogramm von Red Bull warf ihn einmal aus dem Kader, woraufhin er sich seinen Namen praktisch von ganz unten in der Formel-Leiter neu erarbeiten musste. Sowohl in der GP3 als auch in der Formel 2 beendete er die Saison als Meisterschaftsanwärter, ohne den Titel zu holen, und mitten in einem Formel-E-Vertrag rutschte er unerwartet in ein Formel-1-Cockpit.

Seitdem ist er in zwei Etappen in der Formel 1 gefahren und hat sich zwischenzeitlich auch in einer der härtesten Tourenwagenserien der Welt, der DTM, versucht – und dort gleich bei seinem ersten Antritt gewonnen.

Die Anfänge

Albon bekam mit sieben Jahren seinen ersten Kart von seinem Vater, der ihn ein halbes Jahr später, mit siebeneinhalb Jahren, auch zur ersten Rennstrecke brachte. In der Anfangszeit war sein Vater sowohl sein Renntrainer als auch sein Mechaniker – der Beginn einer fast zwei Jahrzehnte langen Karriere, in der Albon eigenen Angaben zufolge mehrere hundert Trophäen in verschiedenen lokalen, regionalen und nationalen Kart-Meisterschaften sammelte.

Mit acht Jahren begann er mit dem Wettkampf-Kartsport, 2008 wurde er Mitglied des Red Bull Junior Teams, für das er bis 2010 in der Klasse KF3 fuhr. In dieser Zeit gewann er den CIK-FIA-Kart-Weltcup und die Europameisterschaft und sicherte sich zudem den Sieg beim Kartmasters British Grand Prix sowie den nationalen Super-1-KF3-Titel.

Karriere im Formel-Nachwuchs

2012 beendete Red Bull die Zusammenarbeit, und Albon flog aus dem Nachwuchsprogramm – wie er später sagte, wusste er von diesem Zeitpunkt an, dass er einen deutlich schwereren Weg in die Formel 1 vor sich hatte. Im selben Jahr gab er sein Debüt in der Formel Renault 2.0, wo sein erster Einsatz beim Alps-Lauf in Monza mit einem schweren Unfall begann.

In den folgenden Saisons steigerte er sich kontinuierlich: 2013 wurde er als Mitglied der Lotus-F1-Akademie mit dem Team KTR 16., und 2014, in seiner dritten Formel-Renault-Saison, wurde er hinter Meister Nyck de Vries Dritter im Eurocup.

2015 stieg er in die Formel 3 auf: Mit dem damaligen Neuling-Team Signature belegte er den 7. Platz in der FIA-Formel-3-Europameisterschaft und holte einen Großteil der Punkte des Teams im Alleingang. Im selben Feld fuhren unter anderem auch Charles Leclerc, Lance Stroll und George Russell.

2016 stieß er in der GP3 Series mit ART Grand Prix mit vier Laufsiegen in die Spitze vor und kämpfte bis zum letzten Lauf in Abu Dhabi mit Teamkollege Charles Leclerc um den Titel – er holte die Pole-Position, schied aber nach einer Kollision mit Jack Aitken aus und beendete die Meisterschaft letztlich als Zweiter.

In seiner ersten Formel-2-Saison 2017 wurde er mit ART Zehnter, nachdem er den Lauf in Baku wegen eines Schlüsselbeinbruchs auslassen musste. Die Saison 2018 verlief deutlich stärker: Bei DAMS, an der Seite von Teamkollege Nicholas Latifi, gewann er vier Rennen und blieb bis zur letzten Runde im Titelkampf gegen George Russell und Lando Norris, ehe er letztlich als Dritter hinter ihnen einlief.

Der Weg in die Formel 1

Im Herbst 2018 war Albon auf dem Papier eigentlich gar nicht mehr auf dem Weg in die Formel 1: Er unterschrieb beim Nissan-Formel-E-Team für die Saison 2018/19. Doch bevor er auch nur ein einziges Formel-E-Rennen bestreiten konnte, brachten ihm seine Red-Bull-Vergangenheit und die starke F2-Saison die Chance, auf die er jahrelang gewartet hatte.

Sechs Jahre nach seinem Aus im Nachwuchsprogramm gab Red Bull ihm eine zweite Chance – Albon bedankte sich später ausdrücklich beim Team und bei Helmut Marko für das entgegengebrachte Vertrauen. Der Vertrag mit Nissan wurde einvernehmlich aufgelöst, und Albon unterschrieb für 2019 bei Toro Rosso, als Teamkollege von Daniil Kvyat – so wurde statt des Formel-E-Cockpits am Ende sein Kindheitstraum Formel 1 wahr.

Formel-1-Karriere

Albon gab sein Formel-1-Debüt 2019 beim Großen Preis von Australien für Toro Rosso und wurde mitten in der Saison, nach zwölf Rennen, zu Red Bull Racing befördert – damit rutschte er praktisch direkt in ein Topteam. In seiner ersten kompletten Saison überzeugte er als Teamkollege von Max Verstappen so sehr, dass er zum Rookie of the Year gekürt wurde.

2020 holte er beim Großen Preis der Toskana seine erste Formel-1-Podiumsplatzierung – und wurde damit der erste thailändische Fahrer, der jemals auf einem F1-Podium stand. Am Saisonende ersetzte Red Bull ihn jedoch durch Sergio Pérez, und Albon blieb als Ersatzfahrer beim Team, wo er 2021 in dieser Rolle sowohl Red Bull als auch AlphaTauri unterstützte und zudem den jungen Yuki Tsunoda betreute.

2022 kehrte er ins Fahrerfeld zurück, nun bei Williams. In den folgenden Saisons entwickelte er sich zu einem der prägenden, erfahrenen Fahrer des Teams: Im Sommer 2026 übernahm er mit seinem 96. Start den Rekord für die meisten Formel-1-Starts in den Farben von Williams von Nigel Mansell und absolvierte anschließend beim Großen Preis von Ungarn sein 100. Rennen für das Team. Im selben Jahr verlängerte Williams seinen Vertrag und sicherte ihm damit einen Platz im Fahrerfeld bis 2027.

Renneinsätze neben der Formel 1

Nachdem er 2021 seinen Stammplatz bei Red Bull verloren hatte, saß Albon nicht untätig da: Für Red Bull AF Corse fuhr er in einem Ferrari 488 GT3 Evo (Modell 2020) in AlphaTauri-Lackierung in der DTM, an der Seite des Neulings Liam Lawson als Teamkollege. In dieser Saison fuhr er mehrere Podestplätze ein und feierte im August 2021 beim Lauf am Nürburgring von der Pole-Position aus einen souveränen Sieg – seinen ersten DTM-Laufsieg, während er offiziell weiterhin Formel-1-Ersatzfahrer von Red Bull war.

Wichtige Erfolge außerhalb der Formel 1

JahrSerie / RennenTeamErgebnis
2010CIK-FIA-Kart-Weltcup und Europameisterschaft (KF3)Welt- und Europameistertitel
2014Formel Renault 2.0 EurocupKTR3. Platz in der Gesamtwertung
2015FIA-Formel-3-EuropameisterschaftSignature7. Platz
2016GP3 SeriesART Grand Prix2. Platz (vier Laufsiege)
2018FIA-Formel-2-MeisterschaftDAMS3. Platz (vier Laufsiege)
2021DTM, Lauf am NürburgringRed Bull AF CorseLaufsieg von der Pole-Position

Karriere-Zeitleiste

  • 2008 – Beitritt zum Red Bull Junior Team
  • 2010 – Kart-Welt- und Europameistertitel in der Klasse KF3
  • 2012 – Aus dem Red-Bull-Nachwuchsprogramm geworfen; Debüt in der Formel Renault 2.0
  • 2014 – 3. Platz im Formel-Renault-2.0-Eurocup
  • 2015 – 7. Platz in der FIA-Formel-3-Europameisterschaft mit Signature
  • 2016 – Vizemeister in der GP3 Series bei ART Grand Prix
  • 2018 – 3. Platz in der Formel 2 mit DAMS; Vertrag beim Nissan-Formel-E-Team, dann das Formel-1-Cockpit bei Toro Rosso
  • 2019 – Formel-1-Debüt bei Toro Rosso, Beförderung zu Red Bull Racing mitten in der Saison
  • 2020 – Erstes Formel-1-Podium beim Großen Preis der Toskana, als erster thailändischer Fahrer
  • 2021 – Red-Bull-Ersatzfahrer; DTM-Laufsieg am Nürburgring für Red Bull AF Corse
  • 2022 – Rückkehr ins Formel-1-Fahrerfeld bei Williams
  • 2026 – Vertragsverlängerung bei Williams bis 2027, während er Nigel Mansells Rekord für die meisten Williams-Starts übernimmt

Wissenswertes über die Karriere von Alexander Albon

  • Er stammt väterlicherseits aus Großbritannien und mütterlicherseits aus Thailand, tritt aber seit Beginn seiner Karriere für Thailand an und wird dort als Nationalheld verehrt.
  • Sein Vater war während der Kartjahre sein erster Renntrainer und Mechaniker zugleich.
  • 2012 flog er aus dem Red-Bull-Nachwuchsprogramm, erhielt aber sechs Jahre später, 2018, mit einem Formel-1-Cockpit eine neue Chance von Red Bull.
  • Ende 2018 unterschrieb er offiziell beim Nissan-Formel-E-Team für die Saison 2018/19, bestritt aber kein einziges Rennen für das Team, weil er in der Zwischenzeit das Toro-Rosso-Cockpit in der Formel 1 bekam.
  • 2020 holte er beim Großen Preis der Toskana das allererste Formel-1-Podium eines thailändischen Fahrers.
  • 2021 fuhr er als F1-Ersatzfahrer von Red Bull in der DTM einen Ferrari in AlphaTauri-Lackierung und gewann sein erstes Rennen in der Serie direkt von der Pole-Position aus.
  • 2026 brach er mit seinem 96. Start in Williams-Farben Nigel Mansells Rekord als Fahrer mit den meisten Starts für das Team.

Häufig gestellte Fragen zur Karriere von Alexander Albon

Wann begann Alexander Albon mit dem Rennsport?

Mit sieben Jahren bekam er seinen ersten Kart, mit acht Jahren begann er mit dem Wettkampf-Kartsport, und ab 2008 war er bereits Fahrer im Red Bull Junior Team.

Welchen Titel gewann Albon vor der Formel 1?

2010 gewann er im Kartsport in der Klasse KF3 den CIK-FIA-Weltcup und die Europameisterschaft. In den Formel-Nachwuchsklassen stand er anschließend sowohl in der GP3 (2016) als auch in der Formel 2 (2018) auf dem Meisterschaftspodest, allerdings ohne Titel.

Wie schaffte Albon den Sprung in die Formel 1?

Red Bull warf ihn 2012 aus dem Nachwuchsprogramm, doch aufgrund seiner Leistungen in der GP3 und der Formel 2 erhielt er 2018 eine neue Chance: Obwohl er bereits beim Nissan-Formel-E-Team unterschrieben hatte, wurde er für 2019 letztlich Fahrer bei Toro Rosso.

Ist Albon während seiner Formel-1-Karriere auch in anderen Serien gefahren?

Ja, 2021 fuhr er, nachdem er seinen Stammplatz bei Red Bull Racing verloren hatte, in der DTM einen Ferrari von Red Bull AF Corse, während er weiterhin Ersatzfahrer bei Red Bull blieb.

Hat Albon ein Rennen in der DTM gewonnen?

Ja, im August 2021 gewann er den Lauf am Nürburgring von der Pole-Position aus.

Ist Albon jemals in der Formel E gefahren?

Er unterschrieb offiziell beim Nissan-Formel-E-Team für die Saison 2018/19, verließ das Team aber noch vor seinem Debüt, um das Formel-1-Cockpit bei Toro Rosso anzutreten – ein Formel-E-Rennen hat er also nie bestritten.

Für welches Team fährt Albon aktuell?

Er fährt für Williams, zu denen er 2022 zurückkehrte und mit denen das Team 2026 seinen Vertrag bis 2027 verlängerte.

Quellen