Oscar Piastri
PIA #81 Australia

Oscar Piastri

6. April 2001 · Melbourne, Victoria

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Rennen
82
Grand-Prix-Siege
9
Pole-Positionen
6
Sprint-Siege
3
Podien
28
Punkte
903
DNF
5
Schnellste Runden
9
Beste Startposition
P1
Bestes Ergebnis
P1 (12×)

Saisonweise Aufschlüsselung

Saisonweise Aufschlüsselung — Oscar Piastri
Saison Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte WM-Platz Details
2026 mclaren 12 0 2 104 6
2025 mclaren 24 7 16 410 3
2024 mclaren 24 2 8 292 4
2023 mclaren 22 0 2 97 9

Karriere nach Team

Karriere nach Team — Oscar Piastri
Team Rennen Grand-Prix-Siege Podien Punkte
mclaren 82 9 28 903

Heimrennen

Ergebnisse bei Grands Prix im Heimatland des Fahrers (Australia).

Rennen
4
Grand-Prix-Siege
0
Podien
0
Heimrennen — Oscar Piastri
Saison Ergebnisse # Punkte
2026 Australian Grand Prix 21
2025 Australian Grand Prix 9 2
2024 Australian Grand Prix 4 12
2023 Australian Grand Prix 8 4

Biographie

Oscar Piastri – Biografie, Karriere und Erfolge

Kurzprofil

Vollständiger NameOscar Jack Piastri
Geburtsdatum6. April 2001
GeburtsortMelbourne, Victoria, Australien
Nationalitätaustralisch
Aktive Motorsportkarriere2011 (Kart) – bis heute, Formel 1: seit 2023

Wer ist Oscar Piastri?

Oscar Piastri hat den wohl kürzesten Weg an die Spitze des Motorsports zurückgelegt, den man sich vorstellen kann: Zwischen 2019 und 2021 gewann er in drei aufeinanderfolgenden Saisons drei verschiedene Nachwuchsmeisterschaften und saß im Jahr darauf bereits in einem Formel-1-Auto. Weder Charles Leclerc noch George Russell konnten auf ihrem Weg nach oben eine solche Serie vorweisen.

Der gebürtige Melbourner verließ Australien als Teenager, um seine Karriere von England aus voranzutreiben, und näherte sich der Formel 1 als Mitglied der Fahrerakademie von Renault, später Alpine. Am Ende dieses Weges stand ein öffentlich ausgetragener Vertragsstreit – und als der Staub sich gelegt hatte, landete er nicht bei Alpine, sondern bei McLaren.

Seit seinem Debüt 2023 hat sich Piastri zu einem der prägenden Fahrer von McLaren entwickelt: Seinen ersten Rennsieg holte er 2024, in der Saison, in der das Team seinen Konstrukteurstitel verteidigte, und 2025 führte er über weite Strecken die Fahrerweltmeisterschaft an.

Die Anfänge

Piastri sammelte seine ersten Rennerfahrungen nicht im Kart, sondern mit ferngesteuerten Autos. 2011 stieg er als Zehnjähriger beim Oakleigh Go Kart Racing Club in Melbourne erstmals in einen Kart. In den folgenden Jahren gewann er einen heimischen Titel nach dem anderen: 2013 die Rookie-Kategorie der CIK Stars of Karting, 2014 sowohl die Meisterschaft von Victoria als auch die von South Australia.

2015 bestritt er bereits eine volle Saison in der KF-Junior-Kategorie, sowohl in Australien als auch in Europa, holte einen Podestplatz bei der Europameisterschaft in Portugal und gewann mehrere nationale Serien. Diese Erfolge brachten ihm 2016 einen Wechsel zum britischen Team Ricky Flynn Motorsport in der OK-Junior-Klasse ein – im Alter von nur 14 Jahren zog er nach England und setzte seine Schulausbildung am Haileybury and Imperial Service College fort. Seine Kartkarriere endete bei der CIK-FIA-Weltmeisterschaft der OK-Junior-Klasse 2016: Im Finale im bahrainischen Sakhir startete er von Platz 18 und kam nach einem Fehler in der letzten Schikane, der ihn um die Top 5 brachte, als Sechster ins Ziel.

Juniorenkarriere

Nach dem Kartsport wechselte Piastri fast nahtlos in den Formelsport, und jede Saison brachte eine höhere Kategorie und ein besseres Ergebnis als die vorherige.

JahrSerieTeamErgebnis
2016–17Formel-4-Meisterschaft VAEDragon F46. Platz (11 von 18 Rennen bestritten)
2017Britische Formel-4-MeisterschaftArden International2. Platz (376,5 Punkte, 6 Siege, 15 Podestplätze)
2017Formula Renault Eurocup Northern European CupArden International21. Platz
2018Formula Renault EurocupArden International8. Platz (110 Punkte, 3 Podestplätze)
2019Formula Renault EurocupR-ace GPMeister (7,5 Punkte Vorsprung auf Victor Martins; 7 Siege, 11 Podestplätze, 5 Pole-Positions)
2020FIA-Formel-3-MeisterschaftPrema RacingMeister (164 Punkte, 2 Siege, 6 Podestplätze, keine Pole-Position)
2021FIA-Formel-2-MeisterschaftPrema RacingMeister (252,5 Punkte, 6 Siege, 11 Podestplätze, 5 aufeinanderfolgende Pole-Positions)

Für seine britische F4-Saison 2017 erhielt Piastri die Joe Tandy Memorial Trophy, und nach dem Gewinn des Formula Renault Eurocup 2019 schloss er sich der Renault Sport Academy an, die später zur Alpine Academy wurde. Auf seinen Titel in der FIA-Formel-3 2020 – den er mit Prema Racing in einer von der Pandemie durcheinandergewirbelten Saison ohne eine einzige Pole-Position holte – folgte unmittelbar die Formel-2-Saison 2021, die er gleich in seinem ersten Jahr in der Serie, also als Rookie, gewann: Damit war er erst der sechste Fahrer in der Geschichte der Serie, dem dies gelang. Die FIA zeichnete diese Saison mit dem Rookie-of-the-Year-Award 2021 aus.

Der Weg in die Formel 1

Nach dem Gewinn des Formula Renault Eurocup wurde Piastri im Januar 2020 Mitglied der Fahrerakademie von Renault, die kurz darauf in Alpine Academy umbenannt wurde, und blieb bis 2022 in dieser Rolle. Nach dem Formel-2-Titel 2021 ernannte Alpine ihn für 2022 zum offiziellen Ersatzfahrer – in dieser Funktion absolvierte er rund 3000 Kilometer an privaten Testfahrten mit dem Formel-1-Auto A521 und durfte außerdem die McLaren-Modelle MCL35M und MCL36 testen.

Im Sommer 2022, am 4. Juli, unterschrieb Piastri – vermittelt durch seinen Manager, den neunfachen Grand-Prix-Sieger und australischen Routinier Mark Webber – bei McLaren. Zu diesem Zeitpunkt war das noch nicht öffentlich: Am 2. August gab Alpine bekannt, Piastri werde 2023 für sie fahren, woraufhin der junge Australier binnen weniger Stunden in den sozialen Medien dementierte, einen Vertrag mit dem Team unterschrieben zu haben. Ende August befasste sich das Contract Recognition Board der FIA mit dem Fall und entschied am 2. September zugunsten von Piastri und McLaren: Als einzig gültiger Vertrag galt die McLaren-Vereinbarung vom 4. Juli. Anschließend bestätigte McLaren offiziell, dass Piastri ab der Saison 2023 als Teamkollege von Lando Norris für sie an den Start gehen würde, mit einem Vertrag über mehrere Jahre.

Formel-1-Karriere

Piastri gab 2023 sein Formel-1-Debüt bei McLaren, als Nachfolger von Daniel Ricciardo und Teamkollege von Lando Norris. Sein Debütrennen, den Großen Preis von Bahrain, startete er von Platz 18 und musste wegen eines Elektronikdefekts aufgeben, doch schon beim nächsten Rennen, seinem Heimrennen in Australien, holte er mit Platz acht seine ersten Punkte. Sein erstes Podium folgte in Japan, und später in der Saison feierte er beim Großen Preis von Katar seinen ersten Sprintsieg – vor Max Verstappen. Seine Rookie-Saison beendete er auf dem neunten Platz der Gesamtwertung.

2024 gelang ihm der erste Formel-1-Rennsieg. Beim Großen Preis von Ungarn zog er gleich nach dem Start an seinem Teamkollegen vorbei; in der Schlussphase wechselte die Führung nach einer Stallorder noch einmal, kam aber zu ihm zurück – und Piastri nahm die Zielflagge als Erster. In derselben Saison gewann er zudem in Aserbaidschan, nach einem Duell mit Charles Leclerc, das sich über das gesamte Rennen zog. Die Meisterschaft beendete er als Vierter und trug aktiv dazu bei, dass McLaren erstmals seit 1998 wieder den Konstrukteurstitel holte.

Vor der Saison 2025 verlängerte Piastri seinen Vertrag bei McLaren mindestens bis Ende 2028, und die Saison selbst wurde zum bisherigen Höhepunkt seiner Karriere: In China holte er seine erste Pole-Position, und im frühen sowie mittleren Teil der Saison mischte er immer wieder um Siege mit. Länger als jeder andere Fahrer führte er in diesem Jahr die Gesamtwertung an – insgesamt fünfzehn Rennen lang –, beendete die Saison am Ende aber nur als Dritter, nur dreizehn Punkte hinter Weltmeister Norris, während auch Verstappen nur zwei Punkte auf den Titel fehlten: Damit war es das knappste Meisterschaftsfinale seit Einführung des Punktesystems von 2010. In der Saison 2026, dem ersten Jahr des neuen technischen Reglements, fährt Piastri weiterhin für McLaren.

Wichtige Erfolge außerhalb der Formel 1

JahrSerie / RennenTeamErgebnis
2016CIK-FIA-Weltmeisterschaft OK-Junior (Kart-Weltmeisterschaft)Ricky Flynn Motorsport6. Platz
2017Britische Formel-4-MeisterschaftArden International2. Platz (Vizemeister)
2019Formula Renault EurocupR-ace GPMeister
2020FIA-Formel-3-MeisterschaftPrema RacingMeister
2021FIA-Formel-2-MeisterschaftPrema RacingMeister (in seiner Rookie-Saison)

Karriere-Zeitleiste

  • 2011 – Beginn der Kartkarriere in Melbourne
  • 2015 – erste volle europäische Kartsaison, danach Umzug nach England
  • 2016 – Wechsel zu Ricky Flynn Motorsport, 6. Platz bei der Kart-Weltmeisterschaft und damit Ende der Kartkarriere
  • 2017 – Vizemeister in der britischen Formel-4-Meisterschaft
  • 2019 – Meistertitel im Formula Renault Eurocup, Aufnahme in die Fahrerakademie von Renault
  • 2020 – FIA-Formel-3-Meistertitel mit Prema Racing
  • 2021 – FIA-Formel-2-Meistertitel gleich in der Rookie-Saison
  • 2022 – Ersatzfahrer bei Alpine, nach öffentlichem Vertragsstreit Wechsel zu McLaren
  • 2023 – Formel-1-Debüt bei McLaren, erstes Podium in Japan
  • 2024 – erster Formel-1-Rennsieg beim Großen Preis von Ungarn, Konstrukteurstitel mit McLaren
  • 2025 – erste Pole-Position in China, lange Zeit an der Spitze der Weltmeisterschaft, am Ende Dritter

Wissenswertes über Oscar Piastris Karriere

  • Piastri ist der einzige Fahrer, der den Formula Renault Eurocup, die Formel 3 und die Formel 2 in unmittelbar aufeinanderfolgenden Saisons gewonnen hat – eine Serie, die auf ihrem Weg nach oben weder Charles Leclerc noch George Russell vorweisen konnten.
  • Seinen Formel-2-Titel 2021 holte er gleich in seiner ersten Saison in der Serie – erst der sechste Fahrer in der Geschichte der Formel 2, dem das gelang.
  • Seinen Formel-3-Titel 2020 gewann er in einer pandemiebedingt umgestalteten Saison, ohne dabei eine einzige Pole-Position zu holen.
  • Seine ersten Renn-Erfahrungen sammelte er nicht im Kart, sondern mit ferngesteuerten Autos.
  • Mit vierzehn Jahren zog er allein von Australien nach England, um seine Rennfahrerkarriere in Europa fortzusetzen.
  • Im Vertragsstreit des Sommers 2022 entschied das Contract Recognition Board der FIA am Ende eindeutig zu seinen und McLarens Gunsten – gegen Alpine.
  • 2025 führte er die Weltmeisterschaft an fünfzehn Rennwochenenden an – öfter als jeder andere Fahrer in diesem Jahr –, wurde am Ende aber trotzdem nur Dritter.

Häufig gestellte Fragen zu Oscar Piastris Karriere

Wann hat Oscar Piastri mit dem Rennsport begonnen?

Er fuhr als kleines Kind zunächst ferngesteuerte Autos und stieg 2011 im Alter von zehn Jahren in seiner Heimatstadt Melbourne erstmals in einen Kart.

Welche Meisterschaften hat Piastri vor der Formel 1 gewonnen?

Er gewann in drei aufeinanderfolgenden Saisons einen Titel: 2019 den Formula Renault Eurocup, 2020 die Formel 3 und 2021 die Formel 2.

Wie hat es Oscar Piastri in die Formel 1 geschafft?

Er durchlief die Fahrerakademie von Renault, später Alpine, wurde 2022 Ersatzfahrer bei Alpine, unterschrieb im Laufe des Sommers aber stattdessen bei McLaren. Den daraus entstandenen Streit entschied das Contract Recognition Board der FIA zugunsten von McLaren und Piastri, und 2023 gab er dort sein Debüt.

Ist Piastri neben seiner Formel-1-Karriere auch in anderen Serien gefahren?

Nein – nach seinem Formel-2-Titel wechselte er direkt in die Formel 1 und fährt seit 2023 ausschließlich dort.

Warum kam es 2022 zu einem Vertragsstreit um Oscar Piastri?

Alpine gab bekannt, Piastri werde 2023 für sie fahren, obwohl er bereits am 4. Juli bei McLaren unterschrieben hatte. Das Gremium der FIA entschied am Ende, dass nur der Vertrag mit McLaren gültig sei.

Hat Oscar Piastri schon ein Formel-1-Rennen gewonnen?

Ja, seinen ersten Rennsieg holte er 2024 beim Großen Preis von Ungarn, in derselben Saison gewann er zudem in Aserbaidschan.

Wie hat Piastri die Saison 2025 abgeschlossen?

Er wurde Dritter in der Weltmeisterschaft, nachdem er einen Großteil der Saison die Gesamtwertung angeführt hatte, am Ende aber in einem knappen Rennen um den Titel hinter seinem Teamkollegen Lando Norris zurückblieb.

Quellen